Bericht Bündnistreffen am 18.02.2009

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Am 18.02. trafen sich einige Vertreter des Bündnisses im Förderzentrum in der Glogauer Straße in Nürnberg. Es darf festgehalten werden, dass die Briefaktion überwiegend positiv von den Landtagsabgeordneten aufgenommen wurde. Bei der Beratung zum Doppelhaushalt wurden auf unsere Anregungen und Forderungen hin Änderungsanträge von der SPD, den Grünen und den FW eingereicht. Die Zahlen unterscheiden sich dabei. Die einen sprechen von 500 neuen Stellen (jeweils 250 für das Jahr 2009 und 250 für das Jahr 2010), die anderen von 20 neuen Planstellen für Sonderschullehrer, und wieder andere von 50 neuen Planstellen. Sehr konfus das Ganze. Fraglich natürlich auch, ob von diesen Stellen auch bereits diejenigen abgezogen sind, die ihren Dienst beenden. Überwiegend sollen diese Stellen aber für den MSD zur Verfügung gestellt werden. Sehr dubios: die SPD-Fraktion erwähnte in einer Antwortmail, dass 9 Petitionen mit dem Ziel der Verbesserung der Anstellungssituation bei den Förderschulen u.a. von der GEW Nürnberg, des Nürnberger Elternverbandes sowie der Fachgruppe sonderpädagogische Berufe eingebracht wurden. Allerdings wusste von diesen Organisationen keiner davon, eine Petition eingebracht zu haben (!?!). Auf eine Nachfrage meinerseits bezüglich der Petitionen und auch der Ergebnisse der Beratungen zum Doppelhaushalt kam bislang leider keine Antwort, aber ich bleibe am Ball.

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Dieser Tage dürfte einige von euch ein Brief der BayernSPD Landtagsfraktion erreicht haben, in dem die SPD goldene Worte von sich gibt:

Zitat: „Die Kompetenzen, die Sonderschullehrer wie kein anderes Lehramt im Bereich der Diagnostik mitbringen, werden in allen Schularten dauerhaft und in Zukunft sogar vermehrt gebraucht.” und „Wir würden Sie alle einstellen und meinen, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen werden dringend gebraucht.”

Die SPD hat für die laufenden Haushaltsberatungen wie bereits oben geschrieben 2 Anträge eingebracht. Im Wortlaut:

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-         Die Staatsregierung wird aufgefordert, die bereits jahrelange Praxis der überproportionalen Vergabe von befristeten Anstellungsverträgen im Bereich der Förderschulen einzustellen und stattdessen die Lehrerinnen und Lehrer mit unbefristeten Verträgen auszustatten.

-         Um die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Regelschulen voranzutreiben und deren individuelle Förderung in den Regelschulen zu ermöglichen, wird der MSD im Haushaltsjahr um 250 Planstellen und im Haushaltsjahr 2010 um weitere 250 Planstellen aufgestockt.

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Wir werden sehen, was daraus wird…Vor allem über den ersten Punkt sind wir sehr erfreut, weil endlich auch mal die sinnlose Einstellungspraxis zur Diskussion gestellt wird. Und es darf auch festgehalten werden, dass vor allem von Seiten der Regierenden sehr viele unverschämte Antworten kamen. ;) Das musste noch sein.

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Es wurde sich darauf geeinigt, den Erhalt der sonderpädagogischen Förderung egal an welcher Schule aufgrund der UN-Konvention und den momentan in der öffentlichen Diskussion stehenden Förderschulen beim weiteren Vorgehen mehr zu betonen. Wir Sonderpädagogen sind vor allem auf dem Weg in eine „inclusive Schulbildung” unverzichtbar und ein wichtiger Bestandteil. Inclusion kann nicht bedeuten, dass man an Sonderpädagogen spart, eher im Gegenteil!

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Von den Landesverbänden des VDS, der GEW und des BLLV kommt Zustimmung zur Erweiterung des Bündnisses auf Landesebene. Auch der Landeselternbeirat soll mit ins Boot geholt werden. Auch bezüglich der vorgelegten geplanten Schulleiterumfrage kam kein Veto. Am 24.02. soll nun ein Treffen der Vorsitzenden der Landesfachgruppen in Nürnberg organisiert werden, um gemeinsam an einem Tisch das weitere Vorgehen zu bereden. Außerdem soll über Florian Grassl  ein Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft bayerischer Junglehrer (ABJ) hergestellt werden.

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Zu Beginn des neuen Semesters wird es eine Infoveranstaltung des Bündnisses an den Universitäten in Würzburg und München unter dem Motto „Bye bye Bayern – die Einstellungspraxis in Bayern und Alternativen (oder so ähnlich)” geben. Die Studierenden sollen über die momentane Einstellungspraxis, die Tätigkeiten des Bündnisses und mögliche Alternativen in anderen Bundesländern informiert werden. Wir halten es für wichtig, gerade die zukünftigen Sonderschullehrer bezüglich ihrer zukünftigen Arbeitsbedingungen in Bayern aufzuklären und ihnen sowohl die Angst zu nehmen, sich für ihre Interessen aktiv einzusetzen als auch Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich einsetzen kann.  Die Fachschaften aus Würzbug und München haben sich bereits bereit erklärt, mit uns zu kooperieren und einen Vortrag in einem Vorlesungssaal möglich zu machen.
Zudem „erforscht” eine Kleingruppe von Aktiven seit einiger Zeit die Einstellungschancen für bayerische Bewerber in anderen Bundesländern (und der Schweiz). Provokativ sollen diese (und das kann bereits gesagt werden!) besseren Arbeitsbedingungen in einigen Bundesländern auf der Infoveranstaltung kundgegeben und die betreffenden Bewerbungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Warum hier bleiben, wenn’s wo anders besser ist? Bye bye Bayern, und danke für die tolle Ausbildung ;)

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Es ist zudem noch eine öffentlichwirksame Veranstaltung geplant (Demonstration). Konkret ist hier noch nichts, es besteht aber die Idee, diese Veranstaltung eng mit der Infoveranstaltung an den Universitäten zu verknüpfen. Ideen für eine provokante und öffentlichkeitswirksame Aktion sind gerne gesehen! Zudem wird im Juni/Juli ein Sternmarsch zum Thema Bildung vom Elternverband organisiert, an dem wir teilnehmen können. Da wäre natürlich die Möglichkeit gegeben, mit ein paar Plakaten die Öffentlichkeit zu erreichen.

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Das nächste Treffen findet voraussichtlich am 01.04. um 16 Uhr statt, der Ort stand noch nicht fest und wird noch bekannt gegeben. Ein großes Dankeschön an alle, die so toll mitarbeiten! J


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