Prüfungszeit: sopaed.net drückt die Daumen!
Geschrieben von: Florian
811 mal gelesen.
Sie hat wieder begonnen, die alles entscheidende Phase der Lehrerausbildung im Bereich der Sonderpädagogik in Bayern – die Lehrproben. sopaed.net drückt allen Prüflingen ganz fest die Daumen, damit die Schaustunden gelingen, die Schüler mitspielen und die Prüfer überzeugt werden. Leider teilt sich die Masse der Prüflinge wieder einmal auf in diejenigen, die realistische Chancen auf sofortige Zusicherung von zukunftssicheren Planstellen haben und diejenigen, die hoffen und bangen werden, ob es denn überhaupt für einen Vertrag reichen wird. sopaed.net kann in jedem Fall sagen: Gebraucht wird jeder, und zwar dringend – auch wenn das die Entscheidungsträger und Kostensparer so nicht einsehen.
Auch in diesem Schuljahr gestaltet sich die Situation an Bayerns Förderschulen vielerorts unbefriedigend, Unterricht entfällt, Förderstunden stehen nur auf dem Papier, die mobilen Reserven sind komplett ausgebucht und von intensiver und vor allem wirkungsvoller sonderpädagogischer Förderung spricht kaum jemand. Stattdessen darf man sich die neuen Ausführungen des Kultusministers anhören, wie in Bayern “Inklusion durch Kooperation” verwirklicht werden soll. Leider fehlt es auch an Beratungslehrern, an Schulpsychologen und Sonderschullehrern im MSD – sprich es fehlt an allen Ecken und Enden. (Artikel: Idee der Inklusion nocht nicht mit Leben erfüllt)
.
Liebe Studienreferendarinnen und Studienreferendare,
viele von euch haben jetzt Sorge, wie es nach den Prüfungen weitergehen soll. Vor allem diejenigen unter euch, die die Arbeit im Bereich der Geistigbehindertenpädagogik, der Körperbehindertenpädagogik oder der Sprachbehindertenpädagogik als Berufung gewählt haben, sollten den Kopf nicht in den Sand stecken, auch wenn die Aussichten an einer Schule eurer studierten Fachrichtung Arbeit zu finden, sehr gering sind. Denkt daran: Ihr könnt so gut sein wie ihr wollt, die Mittel für Planstellen in diesen drei Fachrichtungen sind extrem begrenzt, das einzige was ihr erreichen könnt, ist den Schnitt noch weiter zu drücken. Es wird in den Fachrichtungen wieder nur für wenige von euch Planstellen geben – die Einstellungsnoten werden utopisch bleiben und haben nichts mit Qualität, sondern nur etwas mit Finanzierbarkeit zu tun. Auch wenn ihr das Gefühl haben solltet, nicht gebraucht zu werden: Jeder von euch wird aus pädagogischen Gesichtspunkten dringend gebraucht, die Meisten von euch werden mit großer Wahrscheinlichkeit einen staatlichen oder einen privaten Arbeitsvertrag erhalten. Zwar nur befristet, geringer vergütet, ohne große Aussicht auf Dauerhaftigkeit, aber immerhin einen Job – und wer keine Lust hat, den Zirkus hier in Bayern mitzumachen, sollte sich so schnell als möglich an die zuständigen Stellen in den anderen Bundesländern wenden, die sehr gerne Bewerber aus Bayern begrüßen. In der Regel bessere Arbeitsbedingungen, zukunftssicherere Stellen und vor allem große Chancen auf Zusage der Verbeamtung sprechen hier eine deutlich bessere Sprache als die Einstellungspolitik in Bayern. Auch wenn es schade ist, wenn Bayern gut ausgebildete junge und motivierte Sonderpädagogen verliert.
Lasst euch aber vor allem nicht unterkriegen!
.
Liebe Grüße,
Florian
Artikel drucken
Montag 15. Februar 2010 um 19:09
Passend hierzu der Thread auf http://www.gpaed.de.
http://www.gpaed.de/blog/beispielhafter-umgang-mit-einem-junglehrer/
Donnerstag 18. Februar 2010 um 16:37
Und so steht das Wasser bis zum Hals…
Vergleicht man meine momentane Lernaktivität mit einer großen Schüssel die mit Wasser volläuft, bin ich derjenige der drin hockt und mit nem Teelöffel versucht 2,5 x 10³ Liter Wasser da rauszukriegen. Aktuell versuche ich die Ausmaße des Löffels zu ver…