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Prekäre Einstellungspraxis im Förderschulwesen
Seit einigen Jahren hat sich das Klima unter Studienreferendaren der Sonderpädagogik in Bayern verändert. Die Zukunft ist nicht mehr sicher, der Notendruck gestiegen, die Anforderungen ebenso. Vorbei die Zeiten, in denen auf jeden Sonderpädagogen eine Planstelle wartete. Die Einstellungsnoten erreichten im Jahr 2008 ihren absoluten Höhepunkt. Wer sich in seinen jungen Jahren dazu berufen fühlte, Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf den Weg zur Bildung eröffnen zu wollen, stand vor vor Einstellungsnoten von 1,43, die zur Verbeamtung reichten. Auch im Jahr 2009 änderte sich daran nicht viel. Zwar wurden die Einstellungsnoten für die Fachrichtungen Lernbehindertenpädagogik und Verhaltensgestörtenpädagogik gelockert, aber für Absolventen der Geistig-, Gehörlosen und Körperbehindertenpädagogik blieben die Einstellungsnoten weiter utopisch.
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Es ist längst allen bewusst und auch klar, dass die sofortige Verbeamtung nur noch einem kleinen Kreis Glücklicher (oder auch nicht?) zuteil wird. Doch die Alternative hat leider ihre Tücken. Bislang ist es gängige Einstellungspraxis, statt den Planstellen unbefristete und befristete staatliche Angestelltenverträge zu vergeben. Auch hier entscheiden wieder die Noten darüber, in welchen Topf man gesteckt wird.
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Am Beispiel der Fachrichtung Körperbehindertenpädagogik lässt sich das schön darstellen, da hier die Not im Schuljahr 2008/2009 am Größten war. Verbeamtet wurde, wer eine Staatsnote besser als 1.43 hatte. Einen unbefristeten staatlichen Angestelltenvertrag erhielt, wer nicht schlechter als 1.71 abschnitt. Und wer zwischen 1.71 und 1.82 lag, durfte sich über einen befristeten staatlichen 1-Jahresvertrag “freuen”. Alles darüber erhielt vorerst keinen Vertrag und durfte zittern und sich selbst auf dem Arbeitsmarkt bewerben. Stellen an den Schulen der studierten Fachrichtung blieben da vor allem für den Bereich Geistigbehindertenpädagogik und Körperbehindertenpädagogik leider Utopie. Eingesetzt wird man in diesen Zeiten dort wo es am meisten brennt: An den Förderzentren und den Schulen zur Erziehungshilfe. (Einstellungsnoten Förderschule 2009)
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Donnerstag 14. Mai 2009 um 23:20
[...] bayerischer Sonderpädagoge mit Jahresvertrag im Stich gelassen fühlt, findet auf sopaed.net Gleichgesinnte und kann sich hier sehr gut über seine Möglichkeiten [...]
Mittwoch 24. Juni 2009 um 19:37
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