Torres del Paine – Punta Arenas – Bahia Inutil (Königs-Pinguine)

29.12.2018 – 4.1.2019

Nicht neidisch werden, aber schon mal unser Silvester-Menü:

Vorspeise : geröstetes deutsches Brot mit Chiloe-Butter, gebratene Zuckertomaten mit Lammschinken und Parmesanflocken mit Schnittlauch

Hauptspeise: Spaghetti mit Soße vom Schimmelkäse

Dessert: Lammschinken pur

Dazu Sekt aus Mendoza

Und wieder einmal überqueren wir Grenzen, wir wollen auf chilenischer Seite zum NP Torres del Paine auf der Ruta zum Ende der Welt.

Der Nationalpark Torres del Paine liegt im chilenischen Teil Patagoniens. Bekannt ist der Park für seine hoch aufragenden Berge, die blau leuchtenden Eisberge, die sich immer wieder von den Gletschern abspalten, und die goldenen Pampas (Grassteppen), die Guanakos, Gürteltiere und Nandus beheimaten. Zu den berühmtesten Wahrzeichen zählen die 3 Granittürme, nach denen der Park benannt ist,

und die hornförmigen Gipfel der Cuernos del Paine. Leider hatte die Wettervorhersage Recht, wir erleben die 3 Torres nie im Sonnenlicht, aber man kann sie im Wolkendunst zumindest erahnen. Die Cuernos dagegen zeigen sich von ihrer besten Seite.

Wir übernachten u.a. am Lago Pehue, am Abend fängt es zu regnen an und nachts wecken uns stürmische Böen, die das Auto zum Wackeln bringen.

Am nächsten Morgen bei Sonne und Wolken begeben wir uns auf die „Puma“-Wanderung Richtung Lago Sarmiento, auf diesem Weg sollen Begegnungen mit Pumas recht häufig sein. Bei stürmischem Rückenwind marschieren wir die 6.5 km bis zu den „Pinturas Rupestres“, weiteren Negativ-Handabdrücken aus vergangener Zeit.

Der Puma hat uns sicherlich erblickt, wir ihn aber nicht. Dafür wissen wir jetzt, wie die gefährlichste Schlange Südamerikas aussieht: die Yarara oder Lanzenotter.

Der Rückweg ist grausam, Gegenwind von der härtesten Sorte, am Schluss peitschend mit Graupel. Wir sind völlig durchgefroren, fahren noch zum Welcome-Center, um windgeschützt zwischen Büschen zu stehen und gehen nicht mehr aus dem Auto den restlichen Abend….. Es regnet und stürmt und wir genießen heißen Tee, Plätzchen und Kerze. Es ist der 31.12.2018, Silvester: Menü: – geröstetes deutsches Brot mit Chiloe-Butter, gebratene Zuckertomaten mit Lammschinken, Parmesanflocken und Schnittlauch – Spaghetti mit Soße vom Schimmelkäse – Lammschinken pur. Dazu Sekt aus Mendoza. Wir lassen es kulinarisch krachen…..

Ruhiges Sonne-Wolken-Wetter am ersten Tag des neuen Jahres. Lecker Frühstück mit Ei und Marmelade und bestem Brot vom Bäcker Bernd aus Calafate. Wir fahren gemütlich durch den Park, biegen dann zum Lago Grey ab, der vom Gletscher gespeist wird und der immer wieder Eisberge in den See kalbt.

Wir verlassen den Nationalpark, nehmen die RN 9 Richtung Süden. Über Puerto Natales erreichen wir Punta Arenas (125.000 Einwohner), die Hauptstadt der chilenischen Region XII, der Regionen Magallanes und chilenische Antarktis.

Sehenswert ist der Friedhof von Punta Arenas; die Grabinschriften (die oft nicht auf Spanisch, sondern auf Englisch, Deutsch oder Kroatisch verfasst sind) zeugen von der Einwanderungsgeschichte der Stadt. Er soll der schönste Friedhof Südamerikas sein…..

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Freilichtmuseum Nao Victoria am Stadtrand von Punta Arenas, in dem Nachbauten der historischen Schiffe wie z.B. der Beagle Darwins

oder der Ancud, die am 21. September 1843 nach Südchile reiste zwecks Annexion der südlichen Gebiete um die Magellanstraße an Chile, zu sehen sind.

Heute mussten wir den Kühlschrank reparieren, es war wieder das Masse-Kabel unter der Spüle…nix schlimmes.

Mit der Fähre setzen wir von Punta Arenas nach Porvenir über, wir wollen zur Bahia Inutil zu den Königs-Pinguinen. Porvenir begrüßt uns mit Sonnenschein, wir besuchen eine Kirche der Salesianer, schlicht und einfach.

Auf Schotter geht’s weiter rund um die Bahia Inutil, etwas mühsam und staubig. Bei den Königs-Pinguinen bläst wieder der patagonische Sturmwind, aber es bleibt trocken.

Mit stoischer Ruhe sitzen die „Ei-Verantwortlichen“ auf den Eiern und warten auf den Partner, der vollgefuttert zurückkommt und das Gelege übernimmt.

Weiter über Cameron bis zu einer antiken „Gold-Dredge“, die uns aus Goldgräberzeiten aus Kanada und Alaska bekannt ist.

Hier finden wir auch die südlichsten Flamingos der Erde, die hier an den Ufern der Seen zuhause sind.


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